Vereinbarung zwischen Landeskirche und Gemeinschaftsverbänden unterzeichnet

Die Beziehungen der über 100 landeskirchlichen Gemeinschaften in Bayern zu den jeweiligen Kirchengemeinden und zur bayerischen Landeskirche werden neu geregelt. Mit der Unterzeichnung einer neu gefassten Vereinbarung heute im Münchner Landeskirchenamt besiegelten Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und Vertreter der vier Gemeinschaftsverbände das Ergebnis von 12 Jahre dauernden Gesprächen mit der bayerischen Landeskirche.

Unterzeichnung der Vereinbarung (v.l.n.r.): Hermann Findeisen (Hensoltshöher Gemeinschaftsverband), Konrad Flämig (Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband Bayern), Landesbischof Bedford-Strohm (Ev. Luth. Kirche in Bayern), Hartmut Schmid (Liebenzeller Gemeinschaftsverband) und Steffen Kern (Ev. Gemeinschaftsverband Württemberg, die Apis)
Die beteiligten Personen aus den Gemeinschaftsverbänden und der Abteilung „Ökumene und kirchliches Leben“ im Landeskirchenamt der Ev. Luth. Kirche in Bayern: Reihe vorn (s.o.), Reihe hinten v.l.n.r.: OKR Michael Martin, Manfred Kreis, KR Manuel Ritter, Reinhold Bendig, Peter Kolb, Klaus Ehrenfeuchter, Günter Blatz, Eberhard Hahn
Landesbischof Bedford- Strohm stößt auf gute Beziehungen zwischen Landeskirchlichen Gemeinschaften und der Ev.-Luth. Kirche in Bayern an.

Nach dem von der Landessynode im Herbst 2012 beschlossenen Predigergesetz können Predigerinnen und Prediger der Gemeinschaftsverbände vom Landeskirchenrat zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung berufen werden. Voraussetzung für diese Berufung ist eine regionale Vereinbarung zwischen dem jeweiligen Gemeinschaftsverband des Predigers und dem betreffenden Dekanatsbezirk, in dem die Möglichkeit und der Umfang von öffentlicher Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung durch die jeweilige Predigerin oder Prediger geregelt sind. 

Die Gemeinschaftsverbände verstehen sich als „freie Werke“ innerhalb der Kirche mit einer im Pietismus verwurzelten Tradition. Ihre Predigerinnen und Prediger werden in dreijährigen Studiengängen etwa am Johanneum in Wuppertal, an der Internationalen Theologischen  Hochschule Bad Liebenzell und am Theologischen Seminar Tabor in Marburg ausgebildet und in einem liturgischen Kurs der Landeskirche fortgebildet. 

(aus der Pressemeldung der ELKB, München, 14. Juni 2013)