Solange der magnetische Stoff am Magneten „klebt“, merkt er kaum etwas von der Anziehungskraft, aber wenn er sich wegbewegt wird diese immer stärker. Als ich mit um die 18 immer mehr auf Feiern und Festen unterwegs war, hab ich irgendwann gemerkt, wie das mein Leben bestimmt und ich mich immer weiter von Jesus weg bewege – nicht äußerlich sichtbar, ich bin weiter in alle Veranstaltungen gegangen, aber innerlich. Doch Jesus hat mich nicht losgelassen und seine Kraft hat mich zu ihm zurückgezogen. Ich konnte Buße darüber tun, dass ich ihm nicht vertraut habe und selbst mein Leben bestimmen wollte. Und ich habe echte Freude über seine Vergebung erlebt.
Seitdem hat sich mein Blick ziemlich gewandelt. Ich sehe, was Jesus mir in so vielen Bereichen meines Lebens schenkt, sei es im Studium oder mit Freunden. Und gerade auch im Geistlichen darf ich immer wieder Neues entdecken und erkennen. Immer wieder zeigt mir Jesus Seiten an ihm, die ich bisher nicht kannte oder nicht so gesehen habe. Im Moment bewegt mich sehr, wie ich Jesus vertraue, dass er das Beste für mich bereithält. Und zwar nicht erst in der Ewigkeit und auch nicht erst wenn ich dies oder jenes erreicht habe, wie Beruf, Familie oder andere Ziele, sondern jetzt hier und heute. Gerade junge Menschen sind, denke ich, scheinbar überzeugt: „Wenn ich dies oder jenes erreicht habe, dann beginnt das Leben erst richtig.“ Aber das Ziel hält dieses Versprechen nicht. Dann kommt das nächste Ziel an die Reihe und so geht es weiter. Man merkt gar nicht wie wertvolle Zeit ungenutzt bleibt, weil man immer am Warten ist, bis das Leben angeblich beginnt. Oft kommen dann noch Sorgen über die Zukunft oder Niedergeschlagenheit über die Vergangenheit dazu, so dass man ganz vergisst den heutigen Tag mit Jesus zu leben und zu sehen, was er bereithält. Ich denke das ist, was Jesus meint, wenn er in der Bergpredigt sagt: „Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.“ (Mt. 6, 34)
Wir dürfen sowohl die Sündenlast der Vergangenheit, als auch die Sorgen der Zukunft bei ihm abladen und jeden Tag, jede Minute mit ihm leben und erleben. Er hat zwar nicht versprochen, dass immer alles so kommt, wie ich es mir wünsche, aber er hat „das Leben und volles Genüge versprochen“. Das fasziniert mich!
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