Mit meinem Mann war ich 6 Monate zu einem Kurzzeiteinsatz mit dem „50-Plus“- Programm der DMG (Deutsche Missionsgemeinschaft) in Japan. Hier möchte ich gleich noch ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Heimatgemeinde, die LKG Kulmbach, einfügen, die uns mit Gebet und Gaben so treu auf diesem Weg unterstützt haben. Wir lernten dort eine Missionarsfamilie kennen, die sich mit einem 2jährigen Sprachstudium auf die Missionsarbeit in Japan vorbereiten. Der Mann ist Amerikaner, die Frau Koreanerin und sie haben drei reizende Kinder, zwei Jungen und ein kleines Mädchen. Um mehr von ihnen zu erfahren luden wir sie zu einem Abendessen in unser kleines gemütliches Cabin ein. Kurz bevor sie kamen, hieß es plötzlich in mir: „Bete für diesen Abend!“ Eine plötzliche Unruhe erfasste mich, die sich erst legte, als ich laut um Gottes Segen, Schutz und Bewahrung für diesen Abend gebetet hatte.
Wir waren noch beim Essen, die Kinder spielten, als plötzlich Scheiben klirrten. Erschrocken sprangen wir auf: Die kleine Tochter war beim Klettern auf den Stockbetten abgerutscht und durch eine Fensterscheibe nach draußen auf das steinige Gelände gefallen. Scharfe Glasspitzen ragten aus der Scheibe. „Oh mein Gott, wie wird sie aussehen, bitte Herr, tu das der Familie und uns nicht an“… war mein erster Gedanke. Der bestürzte Vater fischte in der Dunkelheit nach seinem Kind und zog sie unverletzt in das Zimmer zurück. Nur eine kleine unbedeutende Schramme hatte sie.
Nachdem der erste Schock sich gelegt hatte, stimmten wir einen Lobpreis an und jetzt wusste ich, warum ich vor diesem Abend beten musste. Der Feind wollte uns zerstören, aber Jesus ist größer und ER hatte seine Engel geschickt, um das Kind dieser Missionarsfamilie zu beschützen. Deshalb: Wo immer ich bin, was immer ich erlebt habe oder erleben werde an Höhen und Tiefen meines Lebens, JESUS ist schon da! Mein Lebensmotto heißt: „Mach aus allem ein Gebet“ und „die Freude am Herrn ist meine Stärke!“ Gibt es etwas Besseres? Für mich nicht.
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