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Soli Deo Gloria! – Gott allein die Ehre
Ausgabe Dezember 2009 / Januar 2010 - Amandus Sattler, Bayreuth

Reicht das aus, um über 60 Jahre Jesus nachzufolgen, ihm zu gehorchen und ihm zu dienen mit allen Gaben und Kräften? Ich glaube, dass es nicht ausreicht, von Jesus nur „verstandesmäßig“ überzeugt zu sein. Von Jesus überzeugt sein, das muss ein Herzensanliegen werden, sonst reicht das nicht aus für eine lebenslange Jesusnachfolge.
Dazu braucht es nicht nur eine Überzeugung, sondern die Übergabe und Hingabe meines ganzen Lebens mit Leib, Seele und Geist an Jesus Christus. Jesus muss der Herr meines Lebens, meines ganzen Lebens sein. Dazu braucht es eine tiefe und innige Liebe zu ihm, die uns durch den Heiligen Geist geschenkt wird.

Dann ist die andere Frage: „Warum ausgerechnet Jesus“ leicht zu beantworten. „Denn ohne Jesus können wir nichts tun, was seinem Willen entspricht, und unserem Leben Sinn und Ewigkeitswert verleiht.“ (Johannes 15,5) Warum also ausgerechnet Jesus? Weil ich auch nach über 60 Jahren Jesusnachfolge nur bestätigen kann: „Es ist die einzige Möglichkeit für uns Menschen, das wahre Leben, das wirkliche Leben, leben zu dürfen, und das ewige Leben schon jetzt, in irdischer Form, zu erleben.“

Warum ausgerechnet Jesus? Weil es nur mit Jesus ein erfülltes, froh machendes, glückliches und sinnerfülltes Leben auf dieser Welt gibt (s. Apostelgeschichte 4,12). An dieser Erkenntnis hat sich für mich in über 60 Jahren nichts geändert. Auch nicht wenn es zwischendurch immer wieder schwierige Lebensführungen und Lebenssituationen gab. Gerade auch für unsere Ehe- und Familienprobleme brauche ich Jesus. Sie dienten nur dazu mich fester an Jesus zu klammern. So, wie es der Liederdichter Robert Lowry vor 150 Jahren ausgedrückt hat (GL 378). „Ich brauch dich allezeit … Jesus ja ich brauch dich, ich muss dich immer haben, Herr segne mich!“

Auch in meinem Leben war das nicht von Kindheit an so. In den ersten 19 Jahren meines Lebens kannte ich zwar Jesus durch Elternhaus, Kinder-, Jugendarbeit, und Konfirmation. Aber eigentlich brauchte ich Jesus nicht. Im 3. Reich des Nationalsozialismus bis 1945 waren andere Werte und Ideale wichtiger als der persönliche Glaube an Jesus. Als aber 1945 bei Kriegsende alles wie ein Kartenhaus zusammenbrach, war der Moment gekommen, da Jesus mir persönlich begegnet ist und ich zum Glauben an ihn gefunden habe. Dadurch änderte sich mein Leben mit 19 Jahren total. Ich durfte jetzt ein ganz neues Leben mit Jesus beginnen und Jesus als meinen Heiland, Herrn und Erlöser nachfolgen. Das ist für mich das größte Geschenk, dass ich als junger Mensch Jesus finden durfte und so ihm nachfolgen, und ihm dienen durfte beim Bau seines Reiches.

Warum ausgerechnet Jesus? Weil es nichts Schöneres und Besseres auf dieser Welt für unser Leben gibt. Deshalb wünsche ich von Herzen, und bete darum, dass noch viele Menschen, auch Angehörige und Freunde, diese Erfahrung machen dürfen, Dazu möchte ich, solange mir Gott noch das Leben schenkt, ein wenig beitragen und mithelfen.
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