Erlebnispädagogik in der Gemeinde

Beispiel: Im Eisenbahntunnel

Dazu ein Beispiel: Vor Jahren bei meiner eigenen Fortbildung im Bereich der Erlebnispädagogik hatten wir die Aufgabe alleine ohne Taschenlampe einen etwa 1 km langen Eisenbahntunnel zu durchqueren. Das war sehr aufregend und beklemmend - weil man irgendwann wirklich überhaupt nichts mehr sah. Jede Unebenheit und jede Schwelle brachte einen schnell zum stolpern und es war gar nicht leicht den Weg durch den Tunnel zu finden. Auf den Rückweg gingen wir dann als Gruppe. Etwa in der Mitte des Tunnels hat der Leiter dann mit uns Halt gemacht und eine Andacht über Psalm 23,4 gehalten: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal fürchte ich kein Unglück ...“ Diese Andacht habe ich nie vergessen, weil ich vorher hautnah spürte, wie sich ein finsteres Tal anfühlt. Und von daher war es nicht mehr schwer, dieses finstere Tal „Eisenbahntunnel“ auf die finsteren Täler im eigenen Leben zu übertragen.

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