Gemeindeaufbau Material

Gemeindeaufbau - Grundsätzliches

Michael Herbst u.a., Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (http://ieeg-greifswald.de/)

10 grundlegende Thesen aus dem Buch von Michael Herbst „Missionarischer Gemeindeaufbau in der Volkskirche“:

  1. G. ist stets ausschließlich das Werk des in Christus offenbaren und im Heiligen Geist präsenten Gottes Israels.
  2. G. im NT bedeutet stets, dass Menschen für Christus gewonnen werden.
  3. G. im NT ist stetes intensives und extensives Wachstum des begonnen Baus.
  4. G. im NT geschieht stets so, dass der gemeindebauende Gott sich menschlicher synergoi (= Mitarbeiter) bedient.
  5. G. im NT geschieht aber darüber hinaus auch so, dass sich Gott über die Apostel und Propheten hinaus weitere Mitarbeiter erwählt.
  6. Darum geschieht G. im NT vor allem dadurch, dass Gott sich aller Christen bedient, um seine Gemeinde zu bauen …
  7. G. im NT geschieht dadurch, dass die vielen einzelnen und damit auch die Gemeinde als ganze "erbaut" werden.
  8. G. im NT geht davon aus, dass die Gemeinde bereits Gottes Heiliger Tempel ist.
  9. G. im NT geht aber auch davon aus, dass die Gemeinde immer erst auf dem Weg ist, Gottes Tempel zu werden.
  10. G. im NT weiß um das Ende der Zeit - und des Gemeindebaus. Dann wird Gott richten. Dann erst wird offenbar, was das Werk der Lehrer und Leiter taugte.

Alle Thesen werden im Buch näher erläutert (Herbst, Michael, Missionarischer Gemeindeaufbau in der Volkskirche, Calwer Verlag Stuttgart, 1996, 4, S. 100-103 (unter amazon gebraucht zu erwerben oder sobald die 3.Auflage erscheint im Neukirchner Verlag ca. Sept 10 auch neu, leider nicht billig: 34,90 € http://www.neukirchener-verlage.de/artikel/zeige/602.386/

Gerade das zweite Kapitel „Was ist Gemeindeaufbau?“ und das dritte Kapitel „Die Gemeinde als Bau - Neutestamentliche Perspektiven“ (S. 49 bis 103) sind sehr empfehlenswert zu lesen.

Michael Herbst hielt bei Missio 07 am 03.10.2001 in Nürnberg einen motivierenden Vortrag zum Thema. Das Scriptum steht weiter unten zum Download in der Lang- und Kurzfassung zur Verfügung.

Das Video des Vortrags kann man gerne bei Rainer Hübner ausleihen. Es ist motivierend für Veränderungen in der Gemeinschaft und kann gut gemeinsam mit Mitarbeitern angesehen werden.

Viele weitere wertvolle Beiträge, z.B. auch wie Menschen zum Glauben kommen auf der Homepage der ieeg: http://ieeg-greifswald.de/

Unsere Gesellschaft und den Zeitgeist kennenlernen (Stichwort "Postmoderne")

Reinhold Scharnowski – gut verständlich – zeigt, wie Menschen heute zum Glauben kommen:
http://www.lesbar.down-to-earth.de/media/PostmoderneundEvangelium.pdf

Kurzer, hilfreicher Artikel von Gerd Quadflieg zum Thema Gemeindeaufbau in der Postmoderne mit treffenden Impulsen für das Gespräch über den Glauben mit Nichtchristen
Titel: "6 Schlüssel, um einen postmodernen Menschen mit dem Evangelium zu erreichen" (Hier klicken, um das Dokument zu öffnen!)

Heinzpeter Hempelmann: Hilfreicher Artikel über die Wahrheit in der Postmoderne – wie wir als Christen das Evangelium weitersagen – was sich seit den Anfängen der Kirche bewährt hat (leider nicht immer leicht zu lesen – aber es lohnt sich)
http://heinzpeter-hempelmann.de/hph/wp-content/uploads/2013/01/alexanderplatz.pdf

Zielgruppen- oder Umfeldbestimmung für den Gemeindeaufbau

Wen will ich erreichen mit dem Gemeindeaufbau?

Wer wohnt im Einzugsbereich unserer Gemeinschaft: In welcher wirtschaftlichen und sozialen Situation leben die Leute, welche Bildung, welche Kultur pflegen sie, welche Vorlieben haben sie, was machen sie gerne.

Demographische Studie erstellen: Die Daten kann man häufig gut aus dem Internet erhalten. Eine super Adresse ist die Bertelsmannstiftung, die von jeder kommunalen Gemeinde eine Statistik pflegt („Wegweiser Kommunen“), die man sogar miteinander vergleichen kann. Es werden sogar Prognosen für die Bevölkerungsentwicklung des Ortes erstellt (http://www.wegweiser-kommune.de/).

Eine weitere Adresse für Bayern ist: https://www.statistik.bayern.de/statistik/ (Die interaktiven Karten, die eigentlich die interessanten Werte beherbergen,  funktionieren bei mir leider nur mit dem Internet-Explorer)
Außerdem kann man sich auf seiner Gemeinde informieren. In den Städten muss man sich für seinen eigenen Stadtteil die Daten suchen. Eine Möglichkeit ist auch, die Menschen, die Häuser, die Autos, das Vereinsleben etc. zu beobachten.

Gemeindeaufbau im Rahmen von kulturellem und diakonischem Engagement

Wird immer bedeutender im Gemeindaufbau: soziales, diakonisches, kulturelles, gesellschaftliches Engagement
Dazu zwei Audio-Dateien von Prof. Johannes Reimer, die ansprechen und motivieren:

Gemeindeaufbau mit Hilfe von Glaubenskursen

Sehr hilfreiches Instrument in vielen Gemeinden. Die Zielgruppe muss dazu passen (Leute die gerne lesen und lernen).
Über Glaubenskurse (auch die verschiedenen Arten) kann man sich gut auf der Website der Arbeitsgemeinschaft für Missionarische Dienste (AMD) informieren:

Das Buch von Jens Martin Sautter enthält grundsätzliche Ausführungen zu Glaubenskursen und eine Beurteilung der vier bekanntesten Glaubenskurse: „Spiritualität im Alltag - Gottesdienst Leben“, „Christ werden - Christ bleiben“, „alpha-kurs“, „Emmaus - Auf dem Weg des Glaubens“. Es ist relativ ausführlich und nicht immer leicht zu lesen. (Sautter, Jens Martin: Spiritualität lernen. Glaubenskurse als Einführung in die Gestalt christlichen Glaubens, Neukirchen-Vluyn 2005 zu finden unter:

Willow-Creek

Eine Gemeinde in Chicago, USA, die Gemeindeaufbau lebt und hilfreiche Kongresse und Tagesseminare in Deutschland veranstaltet. Es lohnt sich, an den Seminaren teilzunehmen.