Heilung ohne ärztlichen Eingriff

Ausgabe Oktober / November 2016 -  A. Pauli, Hersbruck

Im Juni 2014 hat Lore S. (74) plötzlich Lähmungserscheinungen in der Mundgegend. Der Arzt schickt sie in die Klinik. Dort wird sie geröntgt. Hinten am Gehirn, etwas oberhalb der letzten Nackenwirbel ist etwas zu erkennen.

Das Resümee des Arztes: Es ist nichts Schlimmes. Sie solle lediglich ihre Hormo- ne prüfen lassen, was dann im September geschieht. Der behandelnde Arzt besteht darauf, eine MRT zu machen. Zwei Tage später bekommt sie einen Anruf vom ihm, sie müsse sofort in die Klinik. Lore entscheidet, sich in Erlangen behandeln zu lassen. Erstmals erfährt sie, dass es sich bei dem „Ding“ in ihrem Kopf um einen Tumor handelt. Jedoch wird er als gutartig klassifiziert und ihr die Wahl gelassen, ihn zu entfernen oder drin zu lassen. Da eine Operation am Gehirn immer Risiken birgt, Lore Diabetikerin ist und ein schwaches Herz hat, entscheidet sie sich gegen eine Operation.

Im Herbst leidet Lore plötzlich an starker Übelkeit. Nach einer Infusion wird sie von der Ärztin in die Klinik in Hersbruck überwiesen. Der dortige Arzt fragt sie danach, ob sie doppelt sieht. Lore verneint das. Doch nur kurze Zeit darauf stellt sie beim Blick aus dem Fenster fest, dass sie tatsächlich doppelt sieht. Es geht ins Nürnberger Südklinikum. Auf dem Weg schwillt ihr rechtes Auge an und erblindet. Lore wird erneut geröntgt. Endlich bekommt das „Ding“ einen Namen: Hypophysenadenom. Dabei handelt es sich um einen gutartigen Tumor, der aber auf Lores Sehnerv drückt und zu völliger Erblindung führen könnte. Zunächst gewinnt das Auge aber innerhalb von acht Tagen seine Sehfähigkeit zurück. Dennoch wird für den 10.12. eine Operation angesetzt. In der LKG hören wir von Lores schwieriger Situation. Von der drohenden Blindheit auf der einen und der gefährlichen Gehirn-OP auf der anderen Seite. Ihr Mann Heinz ist schwach und auf sie angewiesen. Wir beten und hoffen das Beste – denken dabei natürlich vorrangig an eine gelungene OP. Doch es kommt anders. Am 10.12.2014 liest Lore in der Losung: Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen (2.Kön 20,5). Direkt vor der OP wird sie noch einmal untersucht. Das Adenom ist wider Erwarten deutlich geschrumpft, der Eingriff nicht mehr nötig. Lore ist erleichtert und wir als LKG freuen uns darüber, dass Gott Gebet erhört.