Leiter sein – schön und schwierig

Ausgabe April / Mai 2016

Was macht dich dankbar angesichts der Stärken und Schwächen Deiner Gemeinschaft? Einige Meinungen von Besuchern des Verbands-Mitarbeitertages Ende Januar:

Joachim Hopp, Marktredwitz:
Dankbar macht mich, dass nicht ich derjenige bin, der diese Gemeinde vorwärts bringt. Jesus selber kümmert sich um diese Gemeinschaft, um mich als sein Werkzeug zu gebrauchen - und auch jeden anderen in der Gemeinde. Das macht mich wirklich dankbar. Es kommt nicht auf meine Leistung an, sondern es kommt auf meine Bereitschaft an, für Jesus da zu sein, für ihn zu arbeiten. Und das wird sich in der Gemeinde positiv niederschlagen. Das erleben wir auch zum Teil. Also ich komme aus Marktredwitz und bin dort auch der Bezirksdelegierte und deswegen kann ich sagen: Ich bin wirklich dankbar für das, was wird. Und ich bin dankbar für jeden der sich engagiert.

Walter Ittner, Hof:
Dass Gott manchmal auch trotz uns wirkt – das finde ich irgendwie genial, und das macht mich dankbar. Dass auch aus Fehlern etwas Gutes werden kann. Und ich denke, dass wir ganz schön viel Potenzial haben. Und wenn wir das noch mehr nutzen, dann kann noch etwas Größeres daraus werden.

Doris Täuber, Kulmbach:
Angesichts der Stärken unserer Gemeinschaft macht mich dankbar, dass sich viele mit ihren Stärken auch einbringen. Angesichts der Schwächen – dass einem die eigenen Schwächen nicht hinten nachgetragen werden. Manches läuft vielleicht nicht so wie andere es sich vorstellen, aber es wird einem nicht andauernd aufs Butterbrot geschmiert. Schwächen sind normal, gehören dazu und man trägt sie einander nicht nach.

David Wolfahrt, Kitzingen:
Ich bin auf jeden Fall dankbar, weil mein cjb wie ein großer Freundeskreis für mich ist, der mich schon mehrmals aufgefangen hat und der davon lebt, dass er so vielfältig ist. Jeder hat andere Gaben und Meinungen. Wir ergänzen uns: Einer kann Gitarre spielen, ein anderer kann besser organisieren. Wir sind in unsrer Gemeinschaft quasi ein Multitalent – aber erst in der Kombination.

Benedikt Beck, Kitzingen:
Ich bin dankbar für meine Gemeinschaft, weil ich mich einbringen kann mit meinen Stärken und dem, was ich gut kann. Wenn ich etwas nicht so gut kann, weiß ich dass ich den Rückhalt der Anderen habe. Und ich bin dankbar, dass wir flexibel sind. Wenn wir also zum Beispiel was ausgemacht haben, dass ich etwas übernehme und später merke, dass ich es nicht schaffe, dass wir dann gut darüber reden können um für uns die beste Lösung zu finden. Ich bin überhaupt dankbar für das Team das wir haben, dass wir gut miteinander reden können und alles sachlich ausdiskutieren können.

Wenn es um die Schwächen geht, denke ich an den Jugendgottesdienst, den wir letztes Jahr gemacht haben. Wir haben teilweise etwas vorschnell gearbeitet. Da sind Sachen auch schief gelaufen. Jetzt haben wir halt mal was falsch gemacht, alles ein bisschen zu schnell. Aber wir haben es dann noch gut hin bekommen. Und jetzt versuchen wir halt beim nächsten Mal aus den Fehlern zu lernen und es besser hin zu bekommen. Aber das geht gemeinsam: Fehler machen – lernen – weitergehen.