"Getrennt und doch vereint" - Die Gebetsstunde zielorientiert entwickeln

Ausgabe Nr. 1, Februar / März 06 - Inge und Arthur Korinek, LKG Kulmbach und Walter Undt, LKG Kulmbach

Wer weiß nicht um das leidige Thema: „Gebetsstunde“. Von den meisten in der Gemeinschaft wird es für unheimlich wichtig erachtet. Die Wichtigkeit wird betont in Gesprächen und Predigten.

Inge und Arthur Korinek, LKG Kulmbach:

Es soll die Grundlage und Voraussetzung für den Gemeindebau und jede Aktion in der Gemeinde und auch im persönlichen Glaubensleben sein. Aber wie schaut die Realität aus? Sehr bescheiden im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Besuch in unseren Gebetsstunden war sehr spärlich; in der Regel drei bis sieben Personen. Bis unser Prediger Walter Undt uns ein neues Konzept schmackhaft machte.

Das Geheimnis heißt: Gebetszellen. Sie werden nicht mehr vom Prediger, sondern von einem ehrenamtlich Verantwortlichen geleitet. Nicht mehr eine zentrale Gebetsstunde im LKG-Haus. Vielmehr werden Gebetstreffs in den verschiedenen Ortsteilen und Vororten von Kulmbach abgehalten. Der Zeitpunkt wird individuell und flexibel in jedem Kreis vereinbart. Cirka alle vier Wochen trifft man sich dazwischen im großen Gesamtgebetskreis und tauscht sich aus. Dabei wird gesungen und gebetet und der Gebetsbrief, der Grundlage für das Gebet in den Gebetszellen ist, wird auf den neuesten Stand gebracht.

Ergebnis: Es haben sich sieben Gebetszellen mit je zwei bis sechs Betern gebildet. Für uns ist es eine neue und erfrischende Möglichkeit zu erleben: Jesus hört und erhört Gebet. Bestens zur Nachahmung empfohlen!

Das Geheimnis heißt: Gebetszellen. Sie werden nicht mehr vom Prediger, sondern von einem eherenamtlichen verantwortlichen geleitet.

Walter Undt, LKG Kulmbach:

Ich wollte mich nicht damit zufrieden geben, dass in allen Gemeinschaften die Gebetsgruppe das größte Problem ist. In meinen persönlichen Klausurtagen 2004 war das eines der Themen, die mich im Gebet beschäftigten. Weil Gespräch immer Beziehung ausdrückt, ist mir das Gebet (= Beziehung zu Gott) so wichtig. Die Beziehung zu Gott können wir nie genug pflegen. Gleichzeitig ist das Gebet der Punkt, wo wir am meisten angegriffen und angefochten werden. Deshalb wollte ich, dass wir bewusst dagegen angehen.

Angeregt durch einen Vortrag von Friedhold Vogel, wo er in einem anderen Zusammenhang für Gebetsgruppen warb, entstand der Plan, dieses Konzept für unsere Gemeinschaft in Kulmbach auszuprobieren.

Das Ziel war, dass mehr Leute für die gleichen Anliegen innerhalb der LKG beten. Gleichzeitig sollte dem Rechnung getragen werden, dass es für viele von uns schwierig bis unmöglich ist, gemeinsam an einem Ort zur selben Zeit zum Gebet zusammenzukommen.
Deshalb haben wir örtliche Gebetskleingruppen gebildet, die sich verpflichtet haben, einmal wöchentlich für die gemeinsamen Anliegen zu beten. Wann, wo und wie ist jeder Gruppe selber überlassen.

In einer Gebetsstunde habe ich dann das Konzept ausführlich vorgestellt und darum geworben, dass sich Gruppen zusammenfinden. Die Teilnehmer haben sich schriftlich zum Mitmachen verpflichtet und jeweils einen Leiter als Ansprechpartner benannt. Es war erstaunlich leicht, unsere LKG von dem Konzept zu überzeugen. Mein Anliegen wurde sofort geteilt. Weil uns in der LKG das Gebet am Herzen lag, aber die organisatorische Durchführung uns bis dahin Probleme bereitete, traf mein Vorschlag auf offene Herzen.

Die Teilnehmer haben sich schriftlich zum Mitmachen verpflichtet und jeweils einen Leiter als Ansprechpartner benannt. Es war erstaunlich leicht, unsere LKG von dem Konzept zu überzeugen.