Blickpunkt Dezember 2025 / Januar / Februar 2026 – Philipp Zimmermann, Kitzingen

Wie haben Sie Ihre Hochzeitsvorbereitungen in Erinnerung?
Wenn nicht die der eigenen, dann vielleicht die eines Freundes oder der eigenen Kinder.

Die Vorbereitungen kosten oft Zeit, Kraft und Nerven.
Das Kleid muss passen, das Essen gut und die Location schön sein. Und das Budget darf nicht gesprengt werden.
Dabei bleibt die eine oder andere Träne nicht aus. Aber dann, am Hochzeitstag, gibt es diesen einen Moment, an dem all der Stress der Vorbereitun­gen wie weggeblasen ist.
Wenn die Musik beginnt, sich die Hochzeitsgäste erheben und die Braut am Arm ihres Vaters ihrem Bräutigam entgegenläuft.
Dieser Moment hat etwas Heiliges.

Und genau so einen Moment finden wir am Ende der Bibel.
Es ist der Moment, in dem alle Linien der Heils­geschichte zusammenlaufen und Gottes Plan zur Vollendung kommt, der Moment, in dem sich Himmel und Erde für immer vereinen.
Und mitten in dieser größten aller Hochzeiten, spricht der Bräutigam die gewaltigen Worte der Jahreslosung für 2026.

Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. (Offb 21,5)

1. Gott sitzt auf dem Thron und regiert souverän!
Wenn wir die Welt beobachten, dann sehen wir täglich Chaos, Leid, Tod und Zerstörung. All das herrscht, weil Himmel und Erde durch die Sünde von Gott getrennt wurden.

Die Welt befindet sich in einem Strom der Hoff­nungslosigkeit und ist Utopien und Ideologien ausgesetzt, die die vermeintlichen Lösungen für das Heil der Welt anbieten.
Als Christen sind wir dann versucht, mit in die­sen hoffnungslosen Strom zu geraten und uns zu fragen: Hat Gott wirklich alles unter Kontrolle? Die Jahreslosung dagegen lenkt unseren Blick weg von den hoffnungslosen Schlagzeilen der Welt und weg von den moralischen Verwirrun­gen der Zeit, auf den, der nicht der Hoffnungslo­sigkeit unterworfen ist, sondern  der alles unter seiner Kontrolle hat!

In Offenbarung 4 bekommen wir einen Einblick in den Thronsaal Gottes, in dem der König der Könige auf dem Thron sitzt!
Manchmal wirkt die Welt zwar, als wäre dieser Thron verwaist oder als hätte Gott die Welt dem Chaos überlassen.
Aber dem ist nicht so!
Sondern, wie Paul Gerhard sagt: Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl!
Also nicht der Zufall oder das Schicksal lenken die Welt. Auch nicht Politiker oder Weltmächte. Sondern Gott sitzt auf dem Thron und lenkt die Geschicke der Nationen und die Herzen der Menschen.Und so gibt es auch nichts in unserem Leben oder in unseren Bezirken, das nicht unter seiner Kon­ trolle steht!

2. Gott ist aktiv!
Der Text sagt uns nicht „Ihr macht“, sondern „ich mache!“
Er sitzt auf dem Thron, aber ist dabei kein passi­ver Beobachter, sondern aktiv.
Er handelt. Er schafft Neues. Er rettet. Er baut sei­ ne Gemeinde. Er öffnet blinde Augen. Er macht Tote lebendig. Und er bringt die Weltgeschichte an ihr Ziel.
Daher dürfen wir täglich staunen und beobachten, was Gott durch seinen Geist in dieser Welt tut. Und er wirkt auch dann in unserem Leben, wenn wir den Eindruck haben, dass eigentlich alles stagniert und sich das Vorankommen mehr wie rückwärtsgehen anfühlt.
Er macht alles neu!
Das erdet unseren Blick und wir erkennen: Nicht wir sind die Helden der Geschichte, sondern Jesus ist der Held, der alles neu macht.
Nicht wir Menschen werden diese Welt durch Fortschritt, Naturromantik und Umweltbewusst­ sein in eine Utopie verwandeln.
Auch kein politisches System und auch nicht die Wissenschaft wird die Welt erneuern können. Jeder Versuch von uns, Gott bei der Rettung der Welt auszuklammern, endet im Nichts.

Allein er spricht das schöpferische Wort, wie schon zu Beginn der Schöpfung: Siehe, ich mache!

3. Gott macht alles neu!

Was wird er neu machen?
Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. (Offb 21,1)
Es wird einen neuen Himmel und eine neue Erde geben, wie bereits im Alten Testament verheißen. (Jesaja 65,17)
Dieser Tag wird die größte Hochzeit im gesamten Universum!
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereit wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. (Offb 21,2)
Die Braut, die durch das Kreuz erlöst wurde, wird an diesem Tag endgültig mit ihrem Bräutigam vereint sein!
Bis zu diesem Tag, befinden wir Christen uns mit­ten in den Vorbereitungen auf diesen Hochzeits­tag.
Wir sind die Braut, die gerade für die Hochzeit vorbereitet wird.
Und ja, da gibt es Frust, Leid, Schmerz, Krank­ heit und Sünde. Wir sind im Alltag oft recht un­ geschminkt, unvollkommen, streitend und feh­lerhaft.
Aber an diesem größten aller Hochzeitstage, werden alle Tränen getrocknet, es wird kein Tod mehr sein, kein Leid, kein Schmerz, keine Krank­ heit und das Schönste: Es wird keine Sünde mehr sein!
Daher dürfen wir voller Freude in das Jahr 2026 gehen und können voller Hoffnung leben.
Da wir wissen:
Der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu.
Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig! (Offb 21,5)